Spannende Technik-Olympiade - 06.12.2011 - Südth. Zeitung
Schmalkalden - Die Aufgabe war ganz praktischer Natur.
In Teams von drei Schülern sollten die Teilnehmer der
Thüringer Technik-Olympiade der 8. Klassen eine
Konstruktion bauen, die möglichst viel Gewicht trägt.
Einem Dach ähnlich, das im Winter großer Schneelast
trotzen muss, sollte die Konstruktion zwischen zwei
Schulbänken eine möglichst große Last tragen.
Zur Lösung dieser Aufgaben sollten die Teams aus dem
Schulamtsbezirk Schmalkalden nur Papier, Kleber und
Bindfaden einsetzen. "Das war schon eine ganz schön
knifflige Aufgabe, dabei überhaupt erst einmal eine
praktikable Idee zu finden", sagte Lorenz Horn von der
Regelschule Obermaßfeld. Gemeinsam mit David
Boxberger und Lena Pirnak suchte er eine Lösung. Auch
Florian Dietzel, Kevin Remus und Julian Scheschinski von
der Regelschule Trusetal grübelten angestrengt und
bauten dann ein Modell nach ihren Vorstellungen. Dass
die Schüler mit ihren Lösungen zumeist gar nicht so schlecht lagen, bewies der Erfolg im Praxistest.
Denn nach dem Überlegen und Basteln stand beim Ausscheid in der Regelschule "Am Siechenrasen" die praktische
Erprobung auf der Tagesordnung. Jedes Team musste sein "Dach" rechts und links auf die Kante eines Schultisches
auflegen. Dann wurde ein Gewicht darauf gelegt. Ganz praktisch handelte es sich hierbei um ein handelsübliches
Trink-Päckchen mit 250 Milliliter Inhalt. Gleich beim ersten Test fielen fünf der elf Teilnehmer-Teams mit ihren
Konstruktionen durch. Damit war klar, dass die in der Technik-Olympiade gewählte Aufgabe keineswegs einfach war.
Natürlich hatten fast alle Teams ihre Papier im Zick-Zack-Muster gefaltet und es von oben und unten verstärkt. Doch
genügend Halt und Stabilität hatten dadurch längst nicht alle Konstruktionen bekommen.
Nachdem der Eigenbau von sechs Teams dem ersten Trinkpäckchen standgehalten hatte, wurde die Last verdoppelt.
Hier zeigte sich ein gutes Niveau, denn alle "Dächer" hielten stand. Erst als ein drittes Päckchen hinzu kam,
kristallisierten sich die optimalsten Konstruktionen heraus. Bis hierher schaffte es auch das Trio der Regelschule aus
Obemaßfeld. Der Last von 750 Milliliter Fruchtsaft hielt ihr "Dach" aber nicht mehr stand. Genauso erging es den
Teams der Regelschule Lautenberg aus Suhl und der Regelschule Zella-Mehlis.
Nur noch drei Mannschaften verblieben in dem spannenden Wettbewerb. Als dann das vierte Trinkpäckchen auf die
Konstruktionen aus Papier aufgelegt wurde, da stürzten die Siegträume der Bettenhäuser Regelschule zusammen.
Nur das Papiergebilde der Gastgeber aus Schmalkalden und das der Regelschule Floh-Seligenthal hielt stand.
Im Finale wurden die Lasten auf die beiden übriggebliebenen "Dächer" aufgelegt. Die Gastgeber verabschiedeten
sich in diesem Moment von ihrem Heimsieg, denn allein die Konstruktion der Floh-Seligenthaler Regelschüler hielt
der Last von 1,25 Liter Fruchtsaftgetränk stand. Damit gewannen die Floher vor Schmalkalden und Bettenhausen im
Teamwettbewerb.
Zuvor hatten alle teilnehmenden Regelschüler im Rahmen der Technik-Olympiade Aufgaben im Einzelwettbewerb
gelöst. Hier konnten Max Biedermann (Bettenhausen), Laura Schubert und Jessi Reinhardt (beide Suhl) das
Siegerpodest besteigen. Für alle Sieger und Platzierten gab es neben Urkunden Sachpreise, darunter
Einkaufsgutscheine für Elektronikmärkte. (Erik Hande)
Foto: Erik Hande