Spielender Effekt   - 28.01.2012 - Südth. Zeitung Floh - Mit einem spielerischen Nachmittag im Unterricht fand jetzt die Kooperation zwischen der Regelschule und dem Familienzentrum eine spaßbetonte Fortsetzung. Unterricht in der Schule ist nicht immer spielend leicht. Am Mittwoch aber waren die Schulstunden ein Kinderspiel. Das galt zumindest für die Fünftklässler der Regelschule Floh, ihnen wurde ein abwechslungsreicher Spielenachmittag geboten.  Diesen hatten die Schüler der siebten Klassen für sie im Rahmen des Fachs Sozialwesen für sie organisiert. Unterstützung fand die Schule dabei im Familienzentrum Schmalkalden. “Wir haben eine Kooperationsvereinbarung mit der Regelschule und helfen bei der inhaltlichen Gestaltung des Familien- und Spielenachmittags”, sagte Antje Störmer vom Familienzentrum. Diese Zusammenarbeit hat sich bereits seit mehreren Jahren bewährt und fand nun eine erfolgreiche Neuauflage. Mehrere Spielstationen hatten die Siebtklässler zusammen mit ihren Fachlehrern vorbereitet. Da gab es zum Beispiel das Märchenrätsel, Geschicklichkeitsspiele und besonders gelungen waren auch die einfallsreichen Bewegungsspiele. Da schleuderte Jonas Ornigg mit einem Tablett jede Menge Kronkorken in die Luft, um sie erstens möglichst komplett wieder aufzufangen, aber auch in der Hoffnung, dass sich möglichst viele der Flaschenverschlüsse in der Luft gedreht hatten. Denn für jeden in der Luft gewendeten Kronkorken gab es am Ende einen Punkt. Genauso wie für das erfolgreiche Kegeln und die vielen anderen Spiele. In einem anderen Raum wurde unter anderem “Blinde Kuh” gespielt, im nächsten Klassenzimmer mussten, auf einem Stuhl stehend, Murmeln in ein Glas balanciert werden. Der Einfallsreichtum der Siebtklässler kannte dank der fachlichen UNterstützung durch das Familienzentrum Schmalkalden keine Grenzen. Im UNterricht suchten die Siebtklässler vorab die verschiedensten Spiel aus, entwarfen Konzeptionen, wie dies ablaufen und welche Bewertungen erfolgen sollten. Sie teilten die Schüler der fünften Klassen in mehrere Spielgruppen ein, organisierten die benötigten Spielmaterialien und bereiteten Punktlisten vor. Schließlich sollte am Ende des Spielnachmittags die erfolgreichste Mannschaft prämiert werden. Als Siegpreis gab es einen selbst gebackenen Kuchen, den die Mädchen und Jungen der Koch-AG unter Anleitung von Judith Frank gebacken hatte. Obendrein waren die Kochkinder sehr aktiv und hatten für die abschließende Auswertungsrnde reichlich leckere Brote zur Stärkung geschmiert und auf die Tische gestellt. Kurzum, der Spielenachmittag war eine gelungene Veranstaltung. Den Fünftklässlern hatte er unheimlich viel Spaß bereitet und die Siebtklässler konnten ganz neue Erfahrungen sammeln. “Ein Stück weit ist das auch Berufsorientierung, denn die Schüler haben mit diesem praktischen Unterricht erfahren, ob sie sich für solch eine Tätigkeit mit Kindern interessieren, was ihnen persönlich liegt oder vielleicht auch schwerfällt”, benannte Antje Störmer ein weiteres Anliegen des Nachtittags. Gemeinsam mit Fachlehrerin Martina Endter wird die Auswertung mit den Siebtklässlern noch erfolgen. Auf jeden Fall waren die Regelschüler alle mitenander Sieger des Nachmittags. Den Kuchen bekam übrigens das Team 4, eine gemischte Gruppe der Klassen 5a und 5b. Fazit: Die Zusammenarbeit von Regelschule und Famileinzentrum soll ihre Fortsetzung finden. (Erik Hande)  Foto: Erik Hande