Herbstfest "Apfelnachmittag" mit den Senioren Um den Apfel drehte sich diesmal das Herbstfest der Diakoniepatienten und der Frauenhilfe im Raum Floh-Seligenthal. Seligenthal - "Eines musst du dir gut merken, wenn du schwach bist, Äpfel stärken, geben Kraft und Mut und erneuern dir dein Blut" - nach diesen Zeilen dürften die Senioren, die in dieser Woche zum Herbstfest ins Seligenthaler Gemeindehaus gekommen waren, die schwedische Apfeltorte mit noch einmal so viel Genuss verspeist haben. Doch nicht nur die hatten Sechstklässler mit Judith Frank in der Arbeitsgemeinschaft Backen im Vorfeld zubereitet. Auch versunkener Apfelkuchen, Apfelkuchen mit Schokolade und Apfelmus auf Mürbeteig mit Zimtstreuseln wurden den Gästen angeboten. Wie immer kümmerten sich die Mädchen und Jungen vor dem Herbstfest um die Ausgestaltung des Raumes. Tische wurden gemeinsam mit Klassenlehrerin Martina Endter eingedeckt. Auf jedem Platz lag eine Herbstkarte. Und auch von den Kindern gestaltete Serviettenringe mit Papieräpfeln durften die Senioren mit nach Hause nehmen. Dazu kam ein kleines Programm mit herbstlichen Liedern und vielen, nicht ganz einfach zu lernenden Herbstgedichten. Natürlich wurde der musikalische Reigen mit dem Lied "In meinem kleinen Apfel" eröffnet. Dieses Obst nämlich hatte die Sechstklässler am Vormittag in der Schule im Rahmen eines Projekts besonders beschäftigt. Leonie präsentierte ihr Apfelbüchlein, das jedes Kind für sich angefertigt hatte. Wissenswertes zum Apfel war darin enthalten. "Der Apfel ist das Lieblingsobst in Deutschland", erläuterte die Sechstklässlerin und zeigte auf verschiedene Sprüche zum Apfel, die in dem kleinen Buch stehen. Das Beste am Projekt aber war die Apfelpizza. "Anstelle von Ananas haben wir Äpfel genommen", erklärte Nick und fügte hinzu: "Das hat richtig gut geschmeckt - hätte ich gar nicht gedacht." Und auch den Senioren mundete es nach der musikalischen Einlage der Kinder. Dass ihnen die Mädchen und Jungen den Kaffee einschenkten, kam sehr gut an. Zeit für gemeinsame Gespräche zwischen Jung und Alt gab es danach beim Basteln. Die Diakonieschwestern rundeten den "Apfelnachmittag" mit dieser Aktion ab. Aus Tonkarton wurden Äpfel ausgeschnitten und mit einer Wäscheklammer versehen, so dass ein jeder seinen Apfel- anstecker bekam. Wichtig, auch bei der Bastelei, war das Miteinander von Kindern und Senioren. Pfarrer Dietmar Hauser hatte in seiner kurzen Andacht schon darauf hingewiesen. "Wir dürfen uns von Äußerlichkeiten nicht blenden lassen, sondern sollten auf das schauen, was diese Äußerlichkeiten ermöglicht", stellte er heraus. Damit meinte er nicht nur die jetzige Jahreszeit, sondern auch den Menschen an sich. Denn: So wie Bäume im Herbst ihre Einzigartigkeit zeigten, sind die Menschen im Herbst ihres Lebens auf ihre Weise besonders. Der Pfarrer sprach hier die Erfahrungen an, von denen die Älteren den Jungen unbedingt erzählen sollten. Denn aus den Geschichten der Großeltern könnten die Enkel viel lernen. Mitgebracht hatte der Pfarrer zudem eine Wurzel des Baumes, der lange Zeit auf der Kirchenmauer in Seligenthal gestanden habe. Vor fünf Jahren musste man sie aus der Mauer entfernen und bewahrt sie seitdem auf. "Die Wurzel ist ein Symbol für die Kraft des Lebens, an der man sieht, was alles möglich ist und was man überhaupt nicht gedacht hätte." ar Bild 1:  Die Schüler bedienten die Senioren - Raphael schenkte seinen Großeltern Kaffee ein. Bild 2: Pfarrer Dietmar Hauser hatte eine riesige Baumwurzel mitgebracht. Text und Fotos: Annett Recknagel Quelle: In:  https://www.insuedthueringen.de/epaper/html5/epa110980,59776,0,10,%22Apfelnachmittag%22%20mit%20Senio ren  vom 27.10.2017