25 Jahre Floh-Seligenthal ... Eine Erfolgsgeschichte    Den 25. Geburtstag der Namensgebung der Großgemeinde feierte man in Floh-Seligenthal mit viel Tamtam. 36 Vereine und viele Firmen waren auf dem Schulhof dabei. Floh - Auf Dauerregen und kurzzeitigen Stromausfall folgten Glückwünsche ohne Nässe von oben, Gespräche, Heiterkeit, Frohsinn und viel Tamtam auf dem Schulhof. Ganz wie gewünscht - wobei das Wetter nicht das war, was sich Bürgermeister Ralf Holland-Nell für die Eröffnung des bunten Marktes auf dem Schulhof in Floh vorgestellt hatte. Gefeiert wurden 25 Jahre Namensgebung der Großgemeinde Floh-Seligenthal. 36 Vereine und etliche Firmen präsentierten sich auf dem Schulhof. In der Sporthalle und auch in einer Garage herrschten Trubel. Das Wichtigste aber war das Zelt - zumindest während der Eröffnung der Veranstaltung. Bürgermeister Holland-Nell stand regengeschützt auf der Bühne, die Gäste unterm Zeltdach. Einzig Gerald Ullrich vertraute seiner Kapuze. Just nach der Festrede des Bürgermeisters konnten die Schirme zur Seite gelegt werden. Holland-Nell sprach von einer Erfolgsgeschichte. Dieses Wort wurde im offiziellen Teil am Samstagvormittag ein um das andere Mal von verschiedenen Rednern strapaziert. Mit dem Zusammenschluss von Floh und Schnellbach begann das Miteinander, sprich die Erfolgsgeschichte, schon 1993. Ein Jahr später kam Seligenthal dazu, die Einheitsgemeinde bekam ihren Namen Floh-Seligenthal. Holland-Nell nannte Dieter Fräbel, Peter Fräbel, Werner Häfner, Irma Holland, Dieter Scharfenberg und Michael Woyna-Pantschenko, sie alle haben durch ihr Wirken die Erfolgsgeschichte mitgeschrieben. Der Bürgermeister erinnerte an Veränderungen und sprach vom positiven Wandel. Aber: "Es kann nicht darum gehen, den Blick auf eine erstarrte Vergangenheit zu werfen", so Holland-Nell. Man müsse sich fragen, was die Vorfahren richtig und vielleicht auch falsch gemacht haben. Sich damit auseinanderzusetzen, schärfe den Blick für die Gegenwart. In den 25 Jahren habe die Devise: "Wir machen uns stark für das Gemeinwohl!" gelautet. Das sei erfreulicherweise auch heute noch so. Den besten Beweis dafür lieferten Vereine und Initiativen in sportlichen, kulturellen und sozialen Bereichen. "Viele Bürger fühlen sich berufen, zur Lebensqualität unserer Gemeinde beizutragen", stellte Holland-Nell heraus. Die Vereine stünden hinter der Gemeinde und umgekehrt. Bunter Markt, Kinderfest und Bühnenprogramm zur Jubiläumsfeier seien ein sichtbares Zeichen dafür. Weiter wies Ralf Holland-Nell auf ehrenamtlich Tätige und Initiativen der Unternehmer hin. "Es ist wirklich großartig, was sie geleistet haben." Mehr als 300 Gewerbetreibende haben sich in der Kommune niedergelassen. In sechs Gewerbegebieten fänden produzierendes Gewerbe und Handwerk hervorragende Standortbedingungen. Die daraus resultierenden Steuereinnahmen hätten dafür gesorgt, dass die Gemeinde seit 2011 schuldenfrei ist. Durch kluge und wegweisende Entscheidungen bisheriger und jetziger Gemeinderäte und durch die Vorgänger von Ralf Holland-Nell habe eine prosperierende Gemeinde mit attraktivem Umfeld entwickelt werden können. Als Beispiele nannte der Bürgermeister die beiden Schwimmbäder und die Schulküche, die die Kommune unterhalte. Dazu schaffte man mit dem Kunstrasenplatz beste Bedingungen für die Fußballvereine, entwickelte im Laufe der Jahre mehrere Wohngebiete und könne auf vier Kindergärten sowie einen Grund- und Regelschulstandort stolz sein. Ebenso sicher gestellt seien medizinische Versorgung und Einkaufsmöglichkeiten. Der Tourismus habe sich zu einem wichtigen Standortfaktor entwickelt, den es weiter auszubauen gelte. "Heute zehren wir von vielem, wofür unsere Vorfahren respektive Vorgänger den Grund gelegt haben", sagte der Bürgermeister und regte an, das Jubiläum als Herausforderung und die Vergangenheit als Wegweiser und Verpflichtung zu sehen. CDU-Politikerin Christina Liebetrau bezeichnete die Einheitsgemeinde als Beispiel dafür, wie freiwillige Fusion gelingen könne. Susanne Reum, die als Erste Beigeordnete Landrätin Peggy Greiser vertrat, meinte, man könne sehr stolz sein, eine derartige Vorzeigekommune wie Floh-Seligenthal in der Prachtregion zu haben. "Ich bin stolz darauf, Floh-Seligenthaler zu sein", meinte Bundestagsmitglied Gerald Ullrich und Schmalkaldens Bürgermeister Thomas Kaminski sagte: "Den Willen, zusammenzuarbeiten und unsere Region voranzubringen, genau das brauchen wir." Damit war der bunte Markt eröffnet. An verschiedenen Stationen gab es Mitmachaktionen. Die Züchter boten Kaninchenbratwürste an. Pfarrer Dietmar Hauser kochte mit Interessierten im Freien. Peter Herwig stellte seinen Glasschneider "EX Turbo" vor. Es wurde den gesamten Tag über gemalt, gebastelt, geschminkt, getanzt, gehüpft, gesprungen, gegessen, gezielt und gefeiert. Stand an Stand, Verein an Verein. So abwechslungsreich und vielfältig wie das Leben in Floh-Seligenthal. Text und Fotos: Annett Recknagel (1) Peter Fräbel und Ralf Holland-Nell - der einstige und der jetzige Bürgermeister von Floh-Seligenthal lächeln mit der Ersten Beigeordneten des Landkreises, Susanne Reum, und der CDU-Landtagsabgeordneten Christina Liebetrau in die Kamera (2) Larissa und Liv vom Feuerwehrverein aus Schnellbach kümmerten sich um die Zubereitung der Zuckerwatte. Quelle: https://www.insuedthueringen.de/region/schmalkalden/25-Jahre-Floh-Seligenthal-Eine- Erfolgsgeschichte;art83450,6928473 vom 28.09.2019